Der Flow

Wir machen uns die ersten 30 Jahre keine Gedanken um unsere Gesundheit. Doch dann, dann klopfen wir Steine, dass alles zu spät ist.

 

Ein bisschen gesünder geht nicht. Nein. Wir wollen dann das volle Programm.

 

Wieso auch nicht? Ich wiege zuviel, also gibts nur noch Salat. Drei Stunden Sport, sieben Tage die Woche müssten doch machbar sein!

Wie wäre es stattdessen, einfach mal auf den Flow zu achten?

 

 

Wir leben in Extremen. Wieso auch nicht, schließlich liegt das in unserer DNA. Fressen und gefressen werden. Den Letzten beißen die Hunde (oder das Mammut).

 

So sind wir immer auf der Jagd. Nach Karriere, nach Spaß, Glück, Zufriedenheit. Auch was unsere Gesundheit betrifft, lieben wir es, bestimmte Extreme zu leben.

 

Gesundheit. Was ist Gesundheit überhaupt?

 

Gesundheit wird allgemein als ein Zustand des körperlichen und/oder geistigen Wohlergehens aufgefasst. Gesundheit hat mit dem Erleben eine subjektive Seite, und erscheint andererseits auch objektiv feststellbar über das Nicht-Vorliegen von Krankheit bei Fehlen einer medizinischen Diagnose.

 

Körperlichen-und geistigen Wohlergehen

Eine verdammt weite Bandbreite, findest Du nicht? Schmerz als Beispiel, ist etwas, dass wir nur schwierig messen können. Wo der eine eventuell noch darüber lacht, empfindet der nächsten schon tiefgreifenden, echten Schmerzen.

 

 

Oftmals sehen wir Profihandballspieler, die sich das gerissene Band tapen lassen, um ein Spiel zu Ende zu bringen. Dann nennen wir sie „Hart“ und zumindest der männliche Teil der Bevölkerung, reckt anerkennend die Brofist in den Himmel und zollt Tribut.

 

Zurück zur Gesundheit. Wie Du der Überschrift entnehmen kannst, geht es gar nicht so sehr darum, immer Gesund zu sein oder eben nie krank zu werden. Es geht darum den Körper, den Organismus, ja die Gesundheit „im Flow zu halten“.

 

Heute vergleiche ich dies gerne mit einem Orchester. Um ein wirklich schönes, im Gleichklang spielendes und harmonierendes Stück zu spielen, bedarf es einem eingespielten Team. Die einzelnen Instrumente müssen zusammen ein Ganzes ergeben. Wenn die Violinen absolut perfekt spielen, die Geigen oder die Flöten keinen Ton treffen, wird auch das Musikstück eine Katastrophe.

 

Genau das gleiche gilt für Dein Wohlbefinden. 

Einige mehr oder weniger einflussreiche Faktoren bestimmen darüber, ob Dein Musikstück, im Sinne Deiner Gesundheit, wohlklingend und harmonisch miteinander funktioniert oder die Katzen anfangen zu jammern, wenn sie es hören.

 

Diese körperlichen und seelischen Faktoren gilt es im Flow zu halten!

 

Hast Du in der obigen Definition etwas gelesen, von einem Sixpack? Nein natürlich nicht. 

 

Rein medizinisch gesehen, ist es nicht gesünder ein Sixpack zu haben, als ein ganz normalen Körper mit einem gesunden Körperfettanteil. Es geht dabei rein um die Ästhetik und das Selbstwertgefühl.

 

Dein Körper ist im Flow, wenn Du ihn in diesem Bereich, keinen Extremen aussetzt. Halte Dein Gewicht auf einem gesunden Niveau. Mache keine Extremdiäten. Dein Körperfettanteil spielt dabei eine wesentlich größere Rolle, als Dein Gewicht auf der Waage.

 

Ich laufe gerne. Laufen ihn der Definition von Joggen. Allein die Begrifflichkeit ist ja heutzutage schon wieder eine Religion für sich. Bleiben wir bei „laufen“. Ich laufe gerne.

 

Solltest Du es noch nicht ausprobiert haben, dann kann ich dir wirklich dazu raten. Es gibt wenige Dinge, von denen ich ohne Einschränkung sagen würde, sie machen gesund. Beim Laufen ist dies aber so.

 

Hast Du Rückenschmerzen und Du gehst laufen, dann erlebst Du nach ca. zwei Kilometern ein Wunder. Die Schmerzen sind weg. Genau derselbe Effekt tritt auf bei Thema Kopfweh oder einer gewissen seelischen Anspannung.

 

Doch genau hier kommen wir wieder zum Flow. Es ist nicht wichtig ob Du 10 Kilometer oder einen ganzen Marathon läufst! Der körperliche, wie auch der seelische Effekt, wirkt nicht mehr, nur weil Du 40 statt 10 Kilometer läufst. Im Gegenteil, es scheiden sich die Geister ob diese lange Distanz nicht eher noch zu körperlichen Problemen beitragen kann.

 

Bekommst Du es hin wöchentlich ein bis zwei Läufe zu machen und hast ein Niveau zwischen 3 und 10 Kilometern, wirst Du einen nachhaltigen körperlichen Effekt spüren. Du bist im Flow.

 

 

Dieses Spielchen gilt natürlich ebenso für das Thema Krafttraining. Deine Muskeln zu fordern und zu fördern ist sehr wichtig. Gerade wenn die Jahre so ins Land gehen und das ganze Leben etwas gemütlicher wird. 


Wir leben in Extremen. Dabei ist die Königsdisziplin keins dieser Extreme. Es ist die Balance, zwischen den Welten, den Flow zu finden.

 

Hast Du ihn gefunden, wirst Du wissen was ich meine.


 

Hast auch Du schon mal dieses Gefühl erlebt? Bist Du ein Wandler in den Extremen..?

 

Lass es uns wissen! 

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