Warum gehst Du arbeiten?

Hey Glückwunsch, was für eine blöde Frage, wirst Du jetzt wahrscheinlich entgegnen.

 

Ich gehe arbeiten um mein ganzes Leben finanzieren zu können!

 

Sicherlich ist dies die Antwort die, spontan, um die 90 % von uns geben würden.

 

Merkst Du was...?

 

Skalieren wir das ganze Mal etwas. Wann hast Du angefangen zu arbeiten? Mit 17,18 oder vielleicht erst mit 21? Halten wir uns mal an einen Schnitt. Sagen wir Du hast mit 20 Jahren begonnen, dauerhaft und regelmäßig zu arbeiten.

 

8 Stunden. Am Tag. 40 Stunden. Die Woche. 

 

Machen wir es einfach - es sind abzüglich des Urlaubes genau 1.840 Stunden im Jahr. Du freust Dich auf die Rente - denn genau das ist es doch, richtig? DAS Ziel! Wir arbeiten genau auf dieses Ziel, auf die Rente.

 

Denn hey - die haben wir uns dann auch redlich verdient. Gearbeitet Tag für Tag, Jahr für Jahr, dann kann man es doch auch auf die "alten Tage" langsam angehen lassen und die Rente genießen.

 

Ok, Rente...Wann? Mit 63, 64,65 Jahren? Ich denke mit 63 sollte es soweit sein. Kurz hochgerechnet, ja... genau... 43 Jahre Deines Lebens verbringst Du dann also mit "Arbeit". Der talentierte Kopfrechner hat natürlich schon längst das Ergebnis in Stunden. 79.120 Stunden. 

 

Als formuliere ich jetzt meine Frage einfach etwas um.

 

Warum machst Du 79.120 Stunden lang etwas ganz bestimmtes?

Schon klar - auch hier könnte die Antwort auch wieder sein - weil ich halt irgendwie mein Leben finanzieren muss. Nachvollziehbar! Ehrlich! Lass mich nur noch ein kleines bisschen mehr nerven. Nur ein wenig, versprochen!

 

Du musst Dein Leben finanzieren. Anders ausgedrückt verbringst Du 8 Stunden täglich mit einer Tätigkeit, um die restlichen 16 Stunden Deines Tages, zu finanzieren. Ich möchte nicht näher auf das Thema "Zeit für Arbeitsweg" etc. eingehen aber natürlich spielt da auch noch eine Rolle.

 

                                         Arbeit um der Arbeit willen,

                                                     ist wider der menschlichen Natur.

                                                                                     John Locke 

 

Würdest Du behaupten, Du verbringst diese Anzahl an Stunden auch, weil es Dir Spaß macht? Auf wie viel Prozent kommen wir noch, wenn es darum geht, dass die eigene Arbeit auch tatsächlich Spaß macht!?

 

Ist es Deine Passion, Dein Hobby oder zumindest etwas, bei dem Du das Gefühl hast, etwas Sinnvolles zu tun? Provokant gefragt - würdest Du es auch machen, wenn Du kein Geld nötig hättest?

 

Der hat leicht reden, wirst Du jetzt sagen. Ja vielleicht! Doch denke mal ein wenig darüber nach. Es ist wirklich verdammt viel Zeit, die Du da investierst.

 

Arbeit muss doch keinen Spaß machen

Dieses Mantra ist weit verbreitet. Such Dir etwas Sicheres, mit einem guten Einkommen, so die gängigen Glaubenssätze. Spaß hast Du genug in Deiner Freizeit.

 

Doch würdest Du mit Deiner restlichen "Lebenszeit" auch so umgehen? Einfach etwas tun, ganz egal, ob es Dir Spaß bringt? Freude, Genugtuung oder Dein Leben in irgendeiner Art erfüllender macht?

 

Bleibst Du 79.120 Stunden in einer Beziehung, obwohl sie Dir keine Freude mehr bringt? Verbringst Du so viel Zeit mit "Freunden" obwohl sie Dir eigentlich gegen den Strich gehen?

 

Work Life Balance

Da ist es, das Zauberwort. Work Life Balance. Eine wirklich wahrhaftig neuzeitliche Entdeckung. Es bedarf einer Balance zwischen unserer Arbeit und unserem Leben.

 

Wer das kapiert hat und diese Balance findet, der hat auch den heiligen Gral. Richtig? Falsch...

 

Denn wer eine Arbeit findet, die ihm wirklich Spaß macht, der braucht keine Balance zu seinem restlichen Leben. Wer eine Arbeit findet, die ihm wirklich Spaß macht, für denn ist es schlicht keine Arbeit mehr!

 

                                Wenn wir lieben was wir tun,

                                            dann brauchen wir nie mehr zu arbeiten!

 

Ein tolles Zitat, mit unglaublich viel Energie, findest Du nicht auch?

 

"Lieben was wir tun". Hört sich sehr pathetisch an. Doch es drückt das aus, was wir fühlen sollten, wenn wir mit etwas 79.120 Stunden unseres Lebens verbringen.

 

Bist Du mit einem Menschen zusammen, in einer Beziehung, einer Ehe, dann liebst Du ihn. Hoffentlich. Doch diese Liebe drückt sich auch nicht immer nur in Freude, Spaß und siebtem Himmel aus. Ihr streitet. Ihr nervt Euch manchmal gegenseitig und ja, wahrscheinlich gibts auch mal Tage da habt Ihr keinen Bock auf den anderen.

 

Doch Ihr liebt Euch. Das ist das Grundgefühl, die Symphonie, die Hookline Eurer Beziehung. Ihr liebt Euch.

 

Was kann ich tun?

 

Ich bin kein Träumer und kein Fantast, der Blauäugig durchs Leben läuft und "Kumbaya my Lord" singt. Wir arbeiten, um zu leben und bevor wir keine Arbeit haben, sollten wir auch etwas tun, was jetzt nicht gerade Jubelstürme in uns auslöst. 

 

Doch jeder hat die Chance, auf Dauer etwas zu finden, welches eher seiner Passion entspricht. Das zumindest schon mal ein Feuer in ihm entfacht.

 

#simplethinking - Fortschritt, nicht Perfektion. Stelle Dir selbst einige Fragen um zu erfahren, ob es der richtige Beruf für Dich ist.

 

  • Was genau in meinem Beruf bereitet mir Freude?
  • Welche persönlichen Stärken habe ich und kann ich diese in die Arbeit einbringen?
  • Habe ich nach Feierabend das Gefühl etwas erreicht zu haben?

 

Ein Berufsleben ist ein Marathon und kein Sprint. Ein Marathon der 79.120 Stunden dauert. Taste Dich heran. Vielleicht hast Du die Möglichkeit nebenbei mit etwas zu beginnen, das Dir Spaß macht und in dem Du talentiert bist.

 

Ich behaupte, wenn Dir wirklich etwas Spaß bereitet und es liegt Dir was daran, dann wirst Du es auch gut machen. Das Ergebnis wird auch gut sein und wahrscheinlich immer besser werden.

 

Das wiederum führt dazu, dass Du eines Tages so gut darin bist, das Du davon leben kannst!

 

Zeit gegen Geld

Solltest Du nicht Unternehmer sein, dann ist es genau das, was Du gerade tust. Du tauschst Zeit gegen Geld. Auch als "Selbstständiger" machst Du nichts anderes. Manchmal sogar noch viel mehr.

 

In dem Moment wo Du keine aktive Arbeit mehr verrichtest, wird auch kein Geld mehr fließen. Das ist etwas, mit dem wir uns abfinden müssen. Glaubst Du. Ist aber nicht so.

 

Versuche ruhig mal, die ersten Steps zu machen. Tausche zumindest Deine Zeit gegen Geld und etwas was Dir Spaß bringt.

 

Mir ist durchaus bewusst das nicht jeder da draußen Unternehmer werden kann und sich mit den regeln des passiven Einkommens beschäftigt. Dazu werden wir in den nächsten Wochen noch in vielen Artikeln eingehen.

 

Doch jeder, verdammt nochmal jeder da draußen, kann Unternehmer seines eigenen Lebens sein!

 

Fortschritt - nicht Perfektion!

 


Wie ist es bei Dir? Hast Du nicht nur Deinen Beruf, sondern Deine Berufung gefunden? Erzähle uns davon - auch wenn Du vielleicht erst am Anfang davon bist!

 

Motivation kommt immer gerade dann, wenn man schon von anderen hört, die es geschafft haben!

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