Mit einer simplen Methode steigerst Du Deine Erfolgschancen

So ziemlich jedes Mal, wenn ich Sport treibe, passiert es … kurz bevor ich in den blauen Bereich komme … Du weißt schon, zu der Zeit erfindet man gerne auch mal den ein oder anderen neuen Fluch …

 

Wenn ich um 19:00 Uhr noch am Schreibtisch sitze und irgendwie auch kein Ende in Sicht ist…

 

Jedes mal, wenn Du Dir mal wieder vorgenommen hast, das ein oder andere Kilo muss runter...

 

WARUM, zur Hölle machen wir das?

 

Natürlich, wirst Du jetzt reflexartig antworten, wissen wir schon genau warum wir das in der jeweiligen Situation machen. Schließlich sind wir Erwachsene, intelligente Wesen und ohne einen ersichtlichen Grund, würden wir doch nicht mehr arbeiten als wir müssten.

Hast Du es wirklich durchdacht?

Betrachten wir es aufgrund der oben angeführten Beispiele mal etwas genauer. Auf die innerliche Frage hin, warum mindestens jeden zweiten Tag die körperliche Qual und ins Fitnessstudio gehen, gibt es Vordergründig natürlich eine einfache Antwort.

 

Bei einer Umfrage zu den Beweggründen, hätten wir sicherlich eine große Mehrheit bei solchen Antworten wie, "Ich möchte abnehmen"… oder auch gerne genommen, "aus gesundheitlichen Gründen".

 

Sicherlich ist dies auch nachvollziehbar. Nur ist es leider keine Triebfeder. Ich möchte abnehmen, wird immer wieder dazu führen, dass die dunkle Seite in Dir antwortet, "komm lass den Scheiß…" - "die paar Kilo mehr oder weniger reißen es nicht raus".

Auch die Überstunden die Du tagtäglich erbringst. "Aber ich möchte doch im Beruf voran kommen" wirst Du mir entgegnen. Mehr Geld verdienen! 

Ohne Warum - keine langfristige Motivation

Hinter jeder vordergründigen Motivation steckt auch eine Tiefgründige. Es gibt einen tieferen Grund, warum Du Deine Gesundheit verbessern möchtest.

 

So kann zum Beispiel eine Motivation dafür sein, das Du mehr mit Deinen Kindern toben möchtest. Oder vielleicht sogar, weil Du schlicht und einfach mit einer gesünderen Lebensweise Deinen Kindern länger erhalten bleibst.

 

Höre mal in Dich rein. Du möchtest abnehmen, um besser auszusehen ist kein wirklich Warum. Was steckt in der Tiefe dahinter? Möchtest Du abnehmen, um besser auszusehen, um eine Frau fürs leben zu finden und eine Familie zu gründen?

 

Du machst Überstunden. Du erledigst die Dinge besser und schneller wie die Kollegen, um was davon zu haben? Mehr Geld, denn von dem Geld kannst Du Dir mehr leisten. Wirklich?

 

"Geld allein macht nicht glücklich, aber es ist besser, in einem Taxi zu weinen als in der Straßenbahn." 

Marcel Reich-Raniki, 

 

Sicherlich ist Geld eine, wenn nicht die Hauptmotivation, um überhaupt arbeiten zu gehen. Aber frage dich mal kurz, was Du tun würdest, bräuchtest Du diese Motivation nicht. Würdest Du dann den ganzen Tag vor Dich hin vegetieren und einfach gar nichts mehr tun? 

 

 

Wahrscheinlich hast auch Du schon davon gelesen, dass Geld nur eine sehr kurzfristige Motivation bietet. In der Realität ist es so, dass man seinen Lebensstil sehr schnell an das neue Einkommensniveau anpasst. Nach einer gewissen Zeit, meistens nicht mal drei Monaten, kehren die gleichen Sorgen, Ängste, Nöte wieder zurück.

Auch im Beruf muss es also tiefere Beweggründe geben. Eine innere Motivation "aufzusteigen".

 

Diese kann sehr vielfältig sein. Du möchtest Deine eigene Lebenszeit selbst bestimmt einteilen. Als Selbstständiger oder Unternehmer kannst Du das natürlicher eher, wie als Angestellter.

 

Du möchtest so viel Geld wie nur irgendwie sparen können, um mit spätestens 40 in den "Ruhestand" zu gehen. Dann kannst Du Dir nämlich den Rest der Welt anschauen, was schon immer einer Deiner sehnlichsten Wünsche ist und war.

 

Somit wird aus "ich möchte mehr Geld verdienen" ein "mein Wunsch ist es, mit 40 weniger arbeiten zu müssen um mir mehr von der Welt anschauen zu können".

 

Beginne zu hinterfragen

Wie setzen wir diese Strategie jetzt in die Praxis, in unseren Alltag um? Nun, im Prinzip beginnt alles mit der Frage nach dem "Warum".

 

Diese Methode kannst Du eigentlich in allen Bereichen Deines Lebens anwenden. Egal ob im Beruf, dem Sport, beim Abnehmen oder auch in der Schule.

 

Nimm Dir die Zeit, einmal und richtig tief, Dein Warum für eine bestimmte Handlung zu hinterfragen. Was ist Deine wirkliche innere Triebfeder, bestimmte Dinge in Deinem Leben zu tun, wie Du Sie momentan tust.

Brich es herunter bis Du die "Warum Frage" nicht mehr stellen kannst. Dann weißt Du, welches Deine wirkliche Motivation ist. Fast zeitgleich wird es Dir dann die Frage beantworten, ob das was und wie Du es momentan machst, Dich zu Deinem eigentlichen angestrebten Ziel führt.

 

Übrigens kannst Du diese Methode auch wunderbar anwenden, um Deine schlechten Angewohnheiten ( ok, ich weiß Du hast keine...), nennen wir es die schlechten Angewohnheiten von Lisl Stupid zu hinterfragen.

 

Warum schaffst Du es den ganzen Tag diszipliniert Deinen Essensplan zu verfolgen und am Abend killst Du eine ganze Merci Packung auf einmal? 

 

Als praktische Hilfe kann ich Dir ein wunderbares Buch, von Simon Sinek ans Herz legen. Im Original heißt es 

"Start with why" und es wird anschaulich erklärt, was hinter der Frage nach dem Warum steckt.

 

Ich verlinke Dir direkt auf die Deutsche Ausgabe und wünsche Dir schon viel Spaß bei der Lektüre.

 

Frag immer erst: WARUM?

Simon Sinek, 2009


Erkennst Du Dich zum Teil wieder? Ich muss zugeben, mir ging es lange Zeit so. Vielleicht hast Du Simons Buch auch schon gelesen und kannst davon berichten?

 


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Kommentare: 2
  • #1

    Wilhelm (Sonntag, 09 Juli 2017 17:41)

    Was du schreibst ist sehr einleuchtend... Danke für die gute Anregung! Ich denke, viele vergessen diesen wichtigen Schritt die Motivation genauer zu hinterfragen und nur oberflächlich glauben, sie zu kennen. Meiner Erfahrung nach kann es da ab und zu ein interessantes und entscheidendes Erwachen geben... Liebe Grüße!

  • #2

    Marcus (Donnerstag, 13 Juli 2017 16:19)

    Lieber Wilhelm,

    vielen Dank für Deine Bestätigung. Genau dieses Erwachen erwischt glaube ich sehr viele Menschen, ab einem gewissen Punkt!

    LG
    Marcus