Wieso Dir zeitweise Fasten für Deine Figur mehr bringt

Wir alle kennen noch das legendäre FDH alias friss die Hälfte. Ich muss sagen, die Leute die das Durchziehen haben immer wieder meine volle Bewunderung – denn permanente Disziplin ist gar nicht so einfach.

 

Allerdings musst Du diese strikte Art und Weise, Dich die ganze Zeit im Griff zu haben, gar nicht leben. 

 

Mittlerweile gibt es viel smartere Wege die Kalorienaufnahme zu reduzieren – ohne sein komplettes Sozialleben auf den Kopf zu stellen.

 

Was hindert uns bei den meisten Diätprogrammen daran, erfolgreich zu sein? Es ist die soziale Unverträglichkeit, welche es uns oftmals unmöglich macht, auf Dauer standhaft zu bleiben.

 

Lassen wir den Zucker weg, Low Carb generell oder betreiben wir das gute alte Friss die Hälfte. Selbst bei einer ungeheuren Disziplin welche uns in den ersten Tagen, manchmal sogar Wochen durchhalten lässt, kommt irgendwann der Tag, der es zum Platzen bringt. Der Arbeitskollege hat Geburtstag, die Eltern Silberhochzeit oder es gibt einfach nur einen schönen Abend im Bistro im Freundeskreis.

 

Niemand hat Lust permanent als "Trauerklos" dazustehen, der sich nichts gönnt und wieder mal nur Salat mit Wasser bestellt, während die anderen der Pizza und dem Rotwein frönen.

 

Oder wer von uns mag schon freiwillig der Oma sagen, dass der Kuchen sicher mega lecker ist, wir aber unsere Kohlenhydrate für heute schon zu uns genommen haben. Das ist nicht nur sehr unverträglich fürs Sozialleben, dass kann auf Dauer sogar dazu führen, dass sich Freunde und Bekannte von einem abwenden. 

 

Die Sache mit dem Defizit

Ja, ein Kaloriendefizit ist unabdingbar, wenn Du Gewicht reduzieren möchtest. Wie in den letzten beiden Artikeln schon mehrfach erwähnt, musst Du Dir dazu errechnen welchen Input und Output an Energie Du haben solltest, damit Du ein Defizit herstellen kannst.

 

Hast Du dies getan dann ist es wichtig in die Umsetzung zu gehen. Und nun gibt es unglaublich viele Leute, Verkäufer und Experten, die Dir erzählen werden das es wichtig ist, täglich ein möglichst kleines Defizit zu haben. Dies dann aber permanent. So nimmst Du dann langsam und Stück für Stück ab.

 

Sie werden Dich warnen - wird Dein tägliches Defizit zu hoch, dann verfällt Dein Körper in einen "Hungermodus". Er drosselt dann seine Leistung und fährt die Systeme weiter runter. 

 

Really???

 

#simplethinking – denkst Du wirklich, der Körper hat ein Messsystem in sich, welches an eine Uhr gekoppelt ist und dieses System schlägt dann Alarm, wenn nach 24h ein "zu hohes Defizit" da ist?

 

Unseren Körper interessieren keine Uhrzeiten, keine Tag, Nacht und Mondphase. Er möchte auf Dauer genug Energie im Tank haben, um seine Aufgaben die Du ihm stellst, zu bewerkstelligen. That's it. Er blättert dabei nicht im Kalender und fängt nicht jeden Tag neu damit an – es ist ein permanent laufendes, komplexes System.

 

 

Lieber zweimal richtig, als immer nur ein bisschen

Die Grundidee, Kalorien zu reduzieren und dabei trotzdem ein sozialverträgliches Leben zu haben ist eine ganz einfache. Du musst Dich darauf fokussieren das Defizit, welches Du erreichen möchtest, innerhalb von kurzer Zeit aufzubauen.

Wie das funktioniert möchte ich Dir anhand des folgenden Beispiels erklären. Nehmen wir an Du bist ein erwachsenes Individuum (ob Frau oder Mann ist hierbei völlig irrelevant). Du hast Dir in der Tabelle errechnet das Du einen Kalorienbedarf von ca. 2.000 kcal täglich hast.

 

Um Gewicht zu verlieren, solltest Du nun also immer etwas weniger als diese 2.000 kcal zu Dir nehmen. Du schaffst es also jeden Tag 400 kcal einzusparen. Das ist ein Defizit von 20 %, also eine prima Leistung! In der Summe schaffst es in der Woche auf ein Defizit von 2.800 kcal zu kommen. Dies ist etwas weniger wie ein halbes Kilo, was Du dann in den sieben Tagen abnehmen könntest.

 

Allerdings läufst Du damit dann genau in die Anfangs angesprochene Falle. Es ist schlichtweg unmöglich so diszipliniert zu sein, jeden Tag auf all die leckeren Dinge die das Leben bietet, zu verzichten. Du wirst irgendwann nicht mehr den Willen haben, diese eiserne Disziplin aufzubringen. 

 

#simplethinking – die clevere Alternative ist es, ein sogar noch etwas größeres Defizit zu erreichen und trotzdem nur an zwei Tagen diszipliniert sein zu müssen.

 

Du sorgst an diesen zwei Tagen dafür das Du maximal 500 kcal zu Dir nimmst. An den anderen fünf Tagen darfst Du ganz normal Essen! Da Du an diesen beiden Tagen jeweils ein Defizit von 1.500 kcal hast, wirst Du nach sieben Tagen sogar insgesamt 3.000 Kalorien eingespart haben – und das, obwohl Du Dich nur an zwei Tagen einschränken musstest.

 

Der Clou an der Sache ist aber vor allem, dass Du diese Vorgehensweise absolut einfach in Dein Leben integrieren kannst. Die zwei Tage, an denen Du Dein Defizit fährst kannst Du Dir frei aussuchen. Hast Du es eigentlich für Mittwoch geplant, genau dann feiert aber Dein Kollege mit lecker Kuchen? Kein Problem – mach es einfach Donnerstag! 

 

Sonntags Kino mit Kollegen oder Knödel bei Muttern? Kein Thema – wird halt Montag gefastet. Du siehst, ganz im Sinne von #simplethinking – Du erreichst das gleiche Ergebnis, auf einem viel einfacheren Weg.

Es gibt einige neue Studien, welche vielfach zu dem Ergebnis kommen, dass diese Form sich zu ernähren noch einige weitere positive Ergebnisse mit sich bringt. So erlaubst Du es dem Körper, in der Phase eines solchen "Fastentages", sich um sich selber zu kümmern. Dadurch das er nicht verdauen muss, kann er sich intensiv damit beschäftigen, zu "entgiften" und den Müll nach draußen zu bringen.

 

Auf diese weiteren gesundheitlichen Effekten und dazu passende praktische Tipps zum Thema Fasten, gehen wir im bald schon kommenden Artikel ein.


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