Abnehmen als Wissenschaft?

Bei der Lektüre diverser Fachzeitschriften fällt mir immer wieder auf, wie hoch wissenschaftlich das Thema Ernährung und Abnehmen angegangen werden kann.

 

Ein Gramm Fett hat 9,3 Kalorien, ein Gramm Kohlenhydrate derer 4,1 und überhaupt, ist der Begriff "Kalorien" nicht schon der falsche?

 

Geht Dir das nicht langsam auch ordentlich auf die Nerven?

Ja richtig, Kalorien ist rein wissenschaftlich tatsächlich der falsche Begriff. Der fachlich richtige Begriff lautet Kilokalorien, welcher sich aber umgangssprachlich gegen die Kalorien nie wirklich durchgesetzt hat. Es handelt sich dabei um zwei verschiedene Maßeinheiten. 1 Kilokalorie entspricht 1000 Kalorien.

Soweit so gut aber macht das nun einen Unterschied in Deiner täglichen Ernährung? Ist es einfacher auf die zweite Portion zu verzichten, wenn Du die korrekte Bezeichnung dessen weißt, wovon Du damit wahrscheinlich wieder mal ein bisschen zu viel zu Dir nimmst?

Nope - das macht keinen Unterschied und genau deswegen verstehe ich auch nicht, wie unglaublich verkompliziert dieses Thema ab und zu wird. Als wäre es nicht schon schwer genug einfach nur seine Disziplin aufrecht zu halten! Nein es wird uns vorgebetet, wie man vom Hundertstel ins Tausendstel kommt. 

In der einen Zeitschrift liest Du, wie unglaublich wichtig es ist zu frühstücken. Dann machst Du Dein Internet auf und der nächste Artikel springt Dir ins Auge "Wer nicht frühstückt, spart sich schon morgens viele Kalorien ein".

 

Liegt das eigentliche Problem nicht woanders?

Wäre es nicht einfach sich erstmal um die Basics zu kümmern? Können wir unser Gewichtsproblem wirklich damit lösen, 30 Gramm mehr Eiweiß zu Essen oder das "Kohlenhydratfreundliche Fenster" eine Stunde nach dem Sport exakt zu nutzen?

Wieso beschäftigen wir uns mit dem Feintuning, bevor wir die einfachen Dinge, auf die es schlussendlich aber ankommt, wirklich im Griff haben? Geht es uns um den Waschbrettbauch oder nicht eher darum das der Bauch nicht oben aus der Jeans raus quillt?

Probieren wir es mit #simplethinking. Hierbei behelfen wir uns mit einem Werkzeug welches in vielen Lebenslagen anwendbar ist und uns auch im Bereich der Ernährung sehr nützlich sein wird. Es nennt sich das "Pareto-Prinzip" und ist Dir wahrscheinlich noch besser als "80/20 Prinzip" ein Begriff.

Dahinter steckt der simple Gedanke, dass wir schon mit 20 % unserer Energie, 80 % unserer Aufgabe lösen können. Das wären dann die Basics. Für die restlichen Prozente, um die Aufgabe perfekt zu lösen, brauchen wir dann aber 80 % unserer Energie – also viel mehr! Dies wäre dann das oben beschriebene Feintuning.

 

Die drei Grundlagen

Um die Basics brauchst Du Dir wiederum gar nicht zu viele Gedanken zu machen, denn Sie sind uns in gewisser Art und Weise schon von der Natur vorgegeben. Betrachten wir diese:

  1. Ernähre Dich gemäß Deinem Energiebedarf                                                                                                          In unserem letzten Artikel sind wir schon etwas näher auf das Thema Energiebedarf eingegangen. Diesen kannst Du als Grundbedarf errechnen. Er richtet sich einfach ausgedrückt nach Deinen Körpermaßen, Alter etc. und natürlich dann vor allem auch danach, wie intensiv Du Deinen Körper "benutzt". Wenn Dein Auto den ganzen Tag in der Garage steht, verbraucht es keinen Sprit. Ähnlich geht es Deinem Körper, mit zu wenig Bewegung.                                                                                                                                                              
  2. Bewege Dich angemessen                                                                                                                                     Du hast sicherlich schon oft von den berühmten 10.000 Schritten gelesen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt, dass der Grad an Bewegung erst in Schritten gemessen wird, seit es diese Fitnesstracker alle gibt. Ich glaube die Natur hat uns ursprünglich ein gutes Gespür für die Menge an Bewegung mitgegeben. Wir haben dies leider nur etwas verlernt. Hör in Dich hinein und beobachte Deinen Lebensstil, dann bekommst Du dies Gefühl auch ohne Schrittzähler wieder zurück. Eine Hausfrau mit zwei Kindern braucht sich keine Sorgen über zu wenig Bewegung im Alltag zu machen. Der Schreibtischhengst, der beruflich bedingt seinen Tag im Sitzen verbringt, sollte sich überlegen in der Mittagspause eventuell mal, um den Block zu laufen.             
  3. Komm 2–3 mal die Woche ins Schwitzen                                                                                                                Jetzt wo Du schon einen gewissen Standard in Deiner Bewegung erreicht hast, solltest Du auch für 2–3 mal die Woche aus Deiner körperlichen Komfortzone kommen. Dabei geht es nicht um Qual, es geht nicht um Crossfit oder einen Marathon. Es geht simple darum, seine Muskeln auch ab und an mal zu benutzen. Tun wir, das nämlich nicht denkt, der Körper wir brauchen sie nicht und baut sie ab. Such Dir etwas das Dich aus der Puste bringt, aber trotzdem Spaß macht und lass es zur Gewohnheit werden, dem jeden zweiten oder dritten Tag für ein paar Minuten nachzugehen.

 

Wir wissen beide, welch große Industrie hinter diesem ganzen Thema steckt. Aber ich möchte einfach nicht glauben das es so schwer sein soll, wie es in den ganzen Fachartikeln, in den Zeitschriften und Internetauftritten immer beschrieben wird. 

 

Es kann sicherlich nicht schaden, bei der nächsten Studie von der Du liest, mal genau darauf zu schauen von wem diese finanziert wurde und wer am meisten von deren Ergebnissen profitiert.

 

Ich glaube an #simplethinking. Wir müssen keine Wissenschaftler sein. Ich glaube Du bist, ich glaube wir sind alle intelligent genug, wenn wir uns von diesem ganzen Schein nicht blenden lassen.

 

Lass uns mit den Basics beginnen …

 

 


Lies mehr zum Thema im Artikel Energiebedarf


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Kommentare: 2
  • #1

    Monika (Sonntag, 05 März 2017 19:13)

    Toller Blog,auf den Punkt geschrieben,coole Themen,Design top .Sind gespannt auf mehr!Gruss Monika & Mathias :-)

  • #2

    Marcus (Montag, 06 März 2017 09:03)

    Vielen Dank für Euer Feedback. Freut Euch auf noch mehr Content in Zukunft!
    LG Marcus