Bestätigung

Das Leben kann mitunter sehr schwierig sein, wenn wir die Zeit damit verbringen uns Gedanken über die Anerkennung anderer zu machen. Mein Haus, mein Auto, mein Urlaub und generell mein fucking geiles Leben.

Ist daran etwas verwerflich wenn Du anderen gefallen möchtest? Wenn es Dir wichtig ist was andere über Dich denken und ob sie Dich mögen? Nein, im Prinzip ist daran nicht schlechtes zu entdecken. Doch ich denke ein paar Aspekte kommen dabei durch, welche eine Spirale in Gang bringen können, die bei Dir schleichend und unbewusst einen negativen Druck erzeugen.

In der heutigen Zeit mit Facebook, Instagram und vielen weiteren sozialen Netzwerken skaliert sich das was man von sich zeigt oder eben auch nicht zeigt in einem solchen Maße nach oben, dass es oftmals schwierig ist,  seine eigene Rolle darin zu finden. Vier verschiedene Statusmeldungen am Tag sind keine Seltenheit und gerne lässt man die Öffentlichkeit, seine "Follower" an seinem Leben teilhaben.

Aber warum ist das so. Warum gieren wir so nach sozialer Anerkennung?

Nun, der Teil des Gehirns der uns so abhängig davon macht ist die gleiche Region, welche uns auch nach Drogen süchtig macht. Die dort angesiedelten Nervenzellen stoßen den Botenstoff Dopamin aus, der uns in eine Art Rauschzustand bringt. Wie der Medizinprofessor Joachim Bauer aus Freiburg in einem Artikel der Zeit Online berichtete, zeigen neurobiologische Studien, dass nichts das Motivationssystem so sehr aktiviert, wie von anderen gesehen und sozial anerkannt zu werden.

Im Umkehrschluss kann soziale Ausgrenzung viele negative Folgen haben. Zu einem bestimmten Zeitpunkt unserer Evolutionsgeschichte war es überlebenswichtig zu einer Gruppen zu gehören. Das Jagen, Sammeln und viele weitere existentielle Aufgaben waren alleine gar nicht zu bewältigen.

 

Auch noch in unserer heutigen Zeit, in der man für solche Alltagsaufgaben teilweise nicht mal mehr aus dem Haus muss, haben schon viele Studien belegt, welchen Einfluss das Maß an Anerkennung und Liebe, welche Kinder in Ihren ersten Lebensjahren erfahren haben, für dass spätere Leben hat.

Es gibt also sicherlich keine zwei Meinungen wenn wir darüber reden dass es quasi im Blut liegt, ein intaktes Sozialleben zu pflegen und uns im ständigen Austausch mit unseren Bekannten, Verwandten und Kollegen zu befinden. 

Allerdings kann diese Linie, dieser Unterschied zwischen integriert sein in sein Umfeld und seinem negativen Gegenüber, der sozialen Angst, auch schnell ins negative rutschen. Und in dem Moment wo man sein Leben nach den Vorgaben anderer lebt und die Meinung des Umfelds die eigene Meinung und Erfahrung in den Schatten stellt, ist es an der Zeit sich darüber Gedanken zu machen.

Folgend wollen wir Dir drei Ratschläge mit auf den Weg geben, solltest Du für Dich das Gefühl haben schon über diese sensible Linie gerutscht zu sein.

1 - Lerne "ja" oder "nein" zu sagen

Dies Bedarf viel Übung und in gewissem Maße auch ein Stück mehr Selbstwertgefühl. Sag "ja" oder "nein" - kein "vielleicht" oder "mal schauen" aus einer sozialen Verpflichtung heraus. Ein direktes Nein mag Dir im ersten Moment nur schwer über die Lippen zu kommen. Nur wenn Du in diesem Moment Nein denkst und Ja sagst, bringt es Dich noch viel mehr in die Bredouille wie der kurze Moment, wenn Du es aussprichst. Du wirst sehen, in den meisten Fällen ist es für Dein Gegenüber gar nicht so dramatisch auch mal eine Antwort zu bekommen, die er so vielleicht nicht erwartet hatte.

2 - Denke an Dich

Wenn Du schon mal geflogen bist, dann ist Dir die Sicherheitsunterweisung der Stewardess sicherlich nicht entgangen. Hast Du Dich schon mal gefragt, warum darauf hingewiesen wird, mit den herunterfallenden Sauerstoffmasken zuerst sich selber mit Sauerstoff zu versorgen?

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Solltest Du nämlich aufgrund des Sauerstoffmangels ohnmächtig werden, dann ist es unmöglich jemandem anderen zu helfen. Und diesen doch simplen Gedanken kann man auch sehr schön auf das gesamte Leben anwenden. Geht es Dir gut, bist Du mit Dir selber zufrieden, dann wird auch Dein Umfeld in hohem Maße davon profitieren.

Dabei ist es egal wie viel Du wiegst, was Du besitzt oder welchen Marathon Du zuletzt gelaufen bist. Dies ist kein Appell dafür in Zukunft nur noch das zu tun was für Dich am besten ist und zum Arsch zu mutieren. Nein im Gegenteil - sei mit Dir selbst im reinen. Sei stolz auf Dich. Du bist eine gute Mutter, eine tolle Freundin und der beste Ehemann der Du sein kannst.

3 - Es wird immer jemanden geben 

Es gibt diesen wundervollen Gedanken, den ich schon in vielen Motivationsbüchern gelesen habe oder der auch gerne auf vielen Accounts geteilt wird. 

 

"Haters will see you walk on water and say it's because you can't swim"

 

Wir können nicht allen Gefallen. Wir können es auch nicht jedem Recht machen. Egal was Du tust, es wird immer jemanden geben der Dich dafür kritisieren wird. Versuch einfach Du selbst zu sein und die richtigen Dinge zu tun. Mit der Zeit wird sich Dein soziales Umfeld immer weiter anpassen und es bleiben die Menschen übrig, die Dich so mögen und Dich so nehmen wie Du bist.

 

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